BCM
Betriebliches Kontinuitätsmanagement / Notfallmanagement
Business Continuity Management
BCM ist die organisierte Vorsorge, die sicherstellt, dass ein Unternehmen auch während und nach einer schweren Störung — etwa einem Cyberangriff — handlungsfähig bleibt und kritische Abläufe aufrechterhalten oder schnell wiederherstellen kann. Es beantwortet die Frage „Was tun wir, wenn es trotzdem passiert?“. Spätestens Ransomware hat BCM aus der Theorie in die gelebte Praxis gezwungen.
Historie & Fakten. BCM umfasst mehr als Technik: Es beginnt mit einer Auswirkungsanalyse (welche Prozesse sind wie kritisch, wie lange dürfen sie ausfallen?) und mündet in Notfallpläne, Zuständigkeiten, Kommunikationswege und die technische Wiederanlaufplanung (Disaster Recovery, DR). Eng verbunden ist eine durchdachte Backup-Strategie (etwa nach dem 3-2-1-Prinzip) mit getrennten, möglichst nicht überschreibbaren Sicherungen — denn moderne Ransomware zielt gezielt auf die Backups, um die Wiederherstellung zu verhindern. Entscheidend, aber oft vernachlässigt: Pläne müssen geübt werden, sonst versagen sie im Ernstfall.
Ausblick & Empfehlung. Sicherheit heißt nicht nur Verhindern, sondern auch Überstehen. Regulatorik wie NIS2 verlangt ausdrücklich Vorkehrungen für Betriebskontinuität und Krisenbewältigung. Empfehlenswert sind realistische Wiederanlaufziele, regelmäßige Wiederherstellungstests, offline oder unveränderlich gehaltene Backups und eingeübte Abläufe — inklusive der Frage, wie man ohne die eigene IT kommuniziert. NEOSEC verbindet die technische Vorfallsreaktion (DFIR) mit der Wiederanlaufplanung, damit aus einem Angriff keine existenzielle Krise wird.