Ransomware

Erpressungssoftware

Ransomware

Ransomware ist Schadsoftware, die Daten verschlüsselt oder Systeme sperrt und für die Freigabe ein Lösegeld fordert. Sie zählt zu den folgenreichsten Bedrohungen für Unternehmen, weil sie den Betrieb unmittelbar lahmlegt. Moderne Varianten kombinieren die Verschlüsselung mit dem Diebstahl und der Androhung einer Veröffentlichung der Daten.

Historie & Fakten. Aus simpler Verschlüsselungs-Schadsoftware ist ein arbeitsteiliges Geschäftsmodell geworden — bis hin zu „Ransomware as a Service“, bei der spezialisierte Gruppen ihre Werkzeuge vermieten. Verbreitet ist die doppelte Erpressung: Daten werden vor der Verschlüsselung gestohlen, sodass selbst eine gute Datensicherung das Veröffentlichungsrisiko nicht beseitigt. Der eigentlichen Verschlüsselung geht meist eine längere, unbemerkte Phase voraus — Erstzugang, Rechteausweitung, laterale Bewegung —, in der ein Angriff noch zu stoppen wäre. Ausblick & Empfehlung. Datensicherungen bleiben unverzichtbar, müssen aber vom Produktivnetz getrennt und im Ernstfall getestet wiederherstellbar sein — sonst werden sie mitverschlüsselt. Entscheidend ist, die leise Vorphase zu erkennen, statt erst auf den lauten Verschlüsselungsmoment zu reagieren: Genau hier zahlt sich durchgehende Sichtbarkeit und betriebene Erkennung (MDR/SOC) aus. Von Lösegeldzahlungen wird abgeraten; ein vorbereiteter Notfallplan und eingeübte Wiederherstellung sind die belastbarere Antwort.
Ransomware — Erpressungssoftware