Rogue AP

Unautorisierter WLAN-Zugangspunkt

Rogue Access Point

Ein Rogue AP ist ein unautorisierter WLAN-Zugangspunkt — entweder von einem Angreifer aufgestellt, um Nutzer abzufangen, oder von Mitarbeitenden unbedacht ins Netz gehängt. In beiden Fällen entsteht ein unkontrollierter Zugang, der die Netzgrenze umgeht. Eine besonders heikle Variante ist der „Evil Twin“, der ein vertrautes Netz täuschend nachahmt.

Historie & Fakten. Man unterscheidet zwei Fälle: den böswilligen Rogue AP, etwa einen Evil Twin, der den Namen eines bekannten Netzes imitiert, damit sich Geräte automatisch verbinden und ihr Verkehr abgefangen werden kann (ein Wegbereiter für MitM); und den unbeabsichtigten, von Mitarbeitenden installierten Zugangspunkt, der eine ungesicherte Tür ins interne Netz öffnet. Beide unterlaufen die geplante Netzarchitektur. Ausblick & Empfehlung. Schutz beginnt bei der Sichtbarkeit über die eigene Funklandschaft: regelmäßiges Aufspüren unbekannter Zugangspunkte, klare Richtlinien gegen privat angeschlossene Geräte und Portsicherheit auf Switch-Ebene. Für Endgeräte hilft, das automatische Verbinden mit bekannten Netznamen einzuschränken und Sensibles nur über vertrauenswürdige, verschlüsselte Verbindungen abzuwickeln. Da ein Rogue AP häufig der erste Baustein weiterführender Angriffe ist, gehört seine Erkennung in die Netzüberwachung.
Rogue AP — Unautorisierter WLAN-Zugangspunkt