Red Team

Angreiferteam zur realistischen Sicherheitsprüfung

Red Team

Ein Red Team simuliert einen realistischen Angreifer mit einem konkreten Ziel — etwa Zugriff auf eine bestimmte Information — und nutzt dabei alle Wege: Technik, Mensch und Prozess. Anders als ein Pentest, der Schwachstellen in einem Scope auflistet, prüft das Red Team die Erkennungs- und Reaktionsfähigkeit der Verteidiger im Ganzen. Es geht um die Frage: Würden wir es überhaupt merken?

Historie & Fakten. Der Begriff stammt aus militärischen Planspielen, in denen eine „rote“ Partei den Gegner verkörpert. In der Cybersicherheit ist Red Teaming zielorientiert und breit angelegt — es darf Social Engineering, physischen Zugang und das Verketten mehrerer Schwächen einsetzen, oft über längere Zeit und ohne Vorwarnung der Verteidiger (des „Blue Teams“). Gemessen wird nicht nur, ob ein Ziel erreichbar war, sondern ob und wann die Verteidigung es bemerkt hat. Ausblick & Empfehlung. Red Teaming ist anspruchsvoll und setzt eine gewisse Reife voraus: Ohne funktionierende Grunderkennung liefert es vor allem Frust. Es bildet die Brücke zu intelligence-geführten Verfahren wie dem DORA-TLPT. Der größte Wert entsteht in der gemeinsamen Auswertung mit dem Blue Team (Purple Teaming), aus der konkrete Verbesserungen der Erkennung folgen — nicht in der bloßen Trophäe eines erfolgreichen Einbruchs.
Red Team — Angreiferteam zur realistischen Sicherheitsprüfung