Honeypot

Köder- bzw. Täuschungssystem

Honeypot

Ein Honeypot ist ein bewusst verwundbar oder attraktiv wirkendes Köder-System, das keinen produktiven Zweck hat — und genau deshalb ein wertvolles Frühwarnsignal ist: Jede Interaktion damit ist verdächtig. Honeypots dienen dazu, Angreifer anzulocken, ihr Vorgehen zu studieren und Angriffe früh zu erkennen. Sie sind ein klassisches Mittel der Täuschungstechnik (Deception).

Historie & Fakten. Die Idee ist alt und wirkungsvoll: Stellt man ein System auf, das niemand legitim ansprechen sollte, dann ist jeder Zugriff darauf bereits ein Alarm — ohne das Rauschen, das normale Produktivsysteme erzeugen. Honeypots reichen von einfachen, wenig interaktiven Ködern bis zu aufwendig nachgebildeten Systemen, die einen Angreifer länger binden und tiefere Erkenntnisse liefern. Sie erzeugen so hochwertige, kontextreiche Indikatoren. Ausblick & Empfehlung. Deception ist ein selten ausgereiztes, aber sehr wirksames Element der Erkennung, weil es kaum Fehlalarme produziert. Wichtig ist die saubere Isolierung, damit ein Köder nicht selbst zum Einfallstor wird. In gestuften Erkennungsmodellen wie XIEM ist Täuschungstechnik bereits in der Basisstufe Sentry vorgesehen — als zusätzliche, leise Sichtquelle neben Endpunkt- und Netzbeobachtung.
Honeypot — Köder- bzw. Täuschungssystem