HDD

Magnetische Festplatte

Hard Disk Drive

Eine HDD ist ein magnetisches Speichermedium mit rotierenden Scheiben und beweglichen Schreib-/Leseköpfen. In der IT-Forensik ist sie besonders dankbar: Gelöschte Daten bleiben oft physisch erhalten, bis sie überschrieben werden, sodass sich vieles rekonstruieren lässt. Im Vergleich zur SSD ist ihr Verhalten für die Beweissicherung berechenbarer.

Historie & Fakten. Bei einer HDD wird beim „Löschen“ einer Datei meist nur der Verweis im Dateisystem entfernt, der eigentliche Inhalt bleibt zunächst auf der Magnetscheibe liegen. Forensische Verfahren wie File Carving können solche Reste rekonstruieren; auch der Slack Space — ungenutzter Platz am Ende belegter Blöcke — kann Spuren enthalten. Diese Berechenbarkeit unterscheidet die HDD grundlegend von der SSD. Ausblick & Empfehlung. SSDs verdrängen HDDs zunehmend, doch in Bestandssystemen, Archiven und großen Speichern bleiben Magnetplatten relevant. Für die Forensik gilt: Ein bitgenaues Abbild (Imaging) mit anschließender Hash-Sicherung ist der saubere erste Schritt. Wer Daten sicher unbrauchbar machen will, muss sie bei einer HDD tatsächlich überschreiben (Wiping) — schlichtes Löschen genügt nicht.
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