GSD
Offene, community-getriebene Schwachstellen-Datenbank
Global Security Database
Die GSD ist ein Open-Source-Projekt der Cloud Security Alliance (CSA), das eine offene, gemeinschaftlich gepflegte Alternative bzw. Ergänzung zum CVE-System aufbauen will. Die Daten werden frei lizenziert über Git verwaltet und sollen die Lücken adressieren, die in klassischen Schwachstellen-Identifikatoren wahrgenommen werden. Konzeptionell ähnelt die GSD-Kennung der CVE, setzt aber auf einen offenen Beitragsprozess.
Historie & Fakten. Die GSD entstand aus der Beobachtung, dass kein einzelnes Ökosystem die Schwachstellendaten allein verantworten kann und jede Community sonst ihre eigene Insellösung baut. Die CSA stellt dem Projekt als neutrale Non-Profit-Organisation ein Dach, eine Arbeitsgruppe und die Infrastruktur (Git-Repositories, freie CC0-Daten). Kennungen folgen dem Muster GSD-JAHR-NUMMER.
Ausblick & Empfehlung. Trotz des überzeugenden Ansatzes hat die GSD das etablierte CVE-System bislang nicht verdrängt und bleibt im Vergleich eine ergänzende, nischige Quelle. Ihre eigentliche Bedeutung liegt im Signal: Sie macht die Debatte um Governance und Belastbarkeit von Schwachstellendaten sichtbar — eine Debatte, die die CVE-Förderkrise 2025 zusätzlich befeuert hat. Für die Praxis ist sie heute Beobachtungsgegenstand, nicht Primärquelle.